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Fahrtage Sommer 2010
Mai - November 2010
in Haag/Amper (nicht öffentlich)
"Back to the roots" - nein, Anglizismen haben hier nichts zu suchen. Also übersetzt "zurück zu den Wurzeln"! Also quasi ein Wuzerl-Wurzel-Treffen...
Nachdem wir die letzten Jahre hauptsächlich Ausstellungen hatten, kamen vielleicht einige Punkte etwas zu kurz, die uns wirklich wichtig sind.
Ein Grundsatz bei der Gründung 2002 war:
Die zwanglose, lockere Gemeinschaft, die nichtöffentliche Arrangements aufbaut, um dazuzulernen und Spaß zu haben.
So justierten wir unsere variablen Modulbeine nach Jahren einmal wieder auf 1,30 m über Fußboden und stellten ein Arrangement mit
38 m Länge auf. Die Wirkung der Module in dieser Höhe auf uns Erwachsen ist eine ganz andere - bessere. Denn nur so kann man mit dem
Blickwinkel des Betrachters direkt im Modell-Geschehen eintauchen. Auf Ausstellungen sind die Module ca. 25 cm tiefer aufgebaut, damit auch Kinder etwas
erkennen können.
Weil die Anlage den ganzen Sommer lang stehen bleiben sollte, stand zur Planung nur ein Teil der Module zur Verfügung. Trotzdem wurde es ein
interessantes Arrangement, denn das Thema hatten wir so noch nicht: Vom Schattenbahnhof gehts über Waldeck, Au und Festplatz nach Bökelberg.
Alle Personenzüge enden dort, weil der Rest der Strecke stillgelegt wurde. Nur Güterzüge gibt es, die hinter dem Bahnhof die
Sägewerke Hubauer und Ypsilon bedienen. Der rechte Streckenast vom Y-Abzweig ist die gedachte ehemalige Weiterführung der Strecke,
die mittlerweile abgebaut wurde. Dort steht noch ein Lagerhaus, das weiterhin bedient wird. Den Streckenabzweig bei Au nutzen wir als
Gleisanschluß eines Großkunden. Irgendwelche Ganzzüge fahren dort hin.
Das Arrangement reicht aus, um einige Bekannt- oder Neuheiten zu testen, zu schulen und zu üben:
- Fahrplan-Erstellung - auch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Betriebsformen (nächste 3 Punkte)
- Fahrplan fahren im Analogbetrieb mit Besetzung der Bahnhöfe (wie sonst auch immer)
- Fahrplan fahren im Digitalbetrieb mit Besetzung der Bahnhöfe (wie schon einige von uns ausprobiert haben)
- Fahrplan fahren im Digitalbetrieb mit Besetzung des Schattenbahnhofs und Zugmannschaften, die mit den Zügen mitlaufen (wie bei Fremo)
- Intelligenteren Güterverkehr testen. Mit Überlegung, welcher Bahnhof und welches Gleis welche Frachten bekommt und versendet.
Das kann bis hin zu den Frachtkarten gehen, muß aber nicht.
Anhand des Planes ist auch ersichtlich, daß das Arrangement für die Öffentlichkeit überhaupt nicht tauglich wäre:
Die Bedienerplätze liegen alle außen und für externe Besucher fehlt der Platz. Anlagen, die als Ausstellungen herhalten
sollen, müssen speziell zu dem Zweck geplant werden.
Übrigens bewahrheitet sich auch bei dem Plan wieder die Tatsache, daß wir hauptsächlich Kurven in allen Bauformen brauchen können,
gefolgt von kurzen Geraden. Lange gerade Module sind sperrig und weniger oft gefragt. Kurven mit einem Gleisanschluß sind bislang Mangelware,
denn damit könnte man den Güterverkehr noch interessanter gestalten. Allerdings gab es so etwas auf der Hallertauer Bahn nirgends...
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